Die Nordpfalz während der Weimarer Republik
Reinold Rehbergers Buch ist im Oktober 26 erschienenen. Es beschreibt eindrucksvoll und lebendig den Alltag in der Nordpfalz in der vor-vor-digitalen Zeit - der Weimarer Republik -, als es in Winnweiler gerade drei Telefone gab und die Leute aus Waldgrehweiler sieben Kilometer laufen mussten, um nach Dielkirchen zum nächsten Bahnhof zu gelangen. Für die meisten der Bewohner an Alsenz, Appel- und Moschelbach waren schwere Feldarbeit die einzige Möglichkeit, materiell über die Runden zu kommen.
Das Neumodische war weit weg, viele schauten mit Verachtung auf die ihrer Ansicht nach verlotterten Hauptstädte und fühlten sich von der Politik nicht wahrgenommen. Völkisch-nationalistische Ansprachen fielen hier auf fruchtbaren Boden. Das Jahr 1926 war für das individuelle Lebensgefühl fast genauso prägend wie das Jahr 2026. Reinold Rehberger, 1946 in Rockenhausen geboren, ist Journalist und Sachbuchautor. Nach Stationen in den größten deutschen Verlagen, bei Titeln wie Hamburger Morgenpost und WirtschaftsWoche sowie als freier Autor, arbeitet er als Ghostwriter von Autobiographien (u.a. Jean Pütz: „Ich hab' da mal was vorbereitet“) sowie für seine Leidenschaft, die lokale Zeitgeschichte. Mit „Undeutsch“ schließt er nun die Lücke bei der Beschreibung seiner nordpfälzischen Heimat: Die Trilogie über einen Landkreis zwischen 1870 und 1945. Kerndeutsch (NS-) und Treudeutsch (Kaiserzeit) sind bereits 1989 bzw. 1994 erschienen.
Er lebt bei München in der Nähe seiner Familie
Veranstalter:“ Omas gegen rechts“ im Rahmen der Kircheimbolander Friedenstage
Eintritt frei
Powered by iCagenda








